[Imc-germany] Für ein echtes Indymedia-Netzwerk in Germany

malegria malegria at gmx.net
Sa Apr 15 05:26:14 PDT 2006


Hallo,

pete:
> Nur kurz zu Deiner Frage: Ja, das ist möglich. Das ist das Modell von Indy.UK 
> basiert auf dieser Idee. Das praktische an diesem Modell: es gibt in UK neben 
> den Regional-Themenseiten auch eigenständige Indys, die aber dann in der 
> Regionen-Liste mit verlinkt sind (gucks Dir am besten mal an). 

Jetzt verstehe ich auch den ersten Absatz der ersten eMail besser. Also
ich muss sagen, dass ich dieses Modell definitiv favorisiere, weil es
die Regionalisierung echt gut mit dem Aufrechterhalten der zentralen
Struktur verbindet. Vielleicht habe ich dazu bereits geführte
Diskussionen verpasst, aber es scheint mir, als ob wir so die Vorteile
beider "Systeme" gut verbinden könnten.

pete:
> Das war auch der bisherige Wunsch-Konsenz bei Indy.de (seit dem Bwt in Erlangen 
> vor 1 Jahr), den ich mit dem Radikal-Vorschlag in Frage gestellt habe. Auch, 
> weil sich bisher nichts in Richtung Umsetzung getan hat.

Warum wurde denn bisher nichts in die Richtung gemacht?

keywan:
> ich finde die Idee einer dezentralisierung gut. Ich finde tatsächlich, 
> das Erfurt oder auch hier in NRW es Beispiele dafür gibt, dass lokale 
> Strukturen Leute zum mitmachen motivieren können. Für mich sind lokale 
> Strukturen nicht nur aktive Leute in den jeweiligen Städten, sondern 
> regelmäßige Treffen und auch lokale Aktionen/Veranstaltungen, welche 
> neue Leute motivieren.

Ich sehe dabei gar keinen Widerspruch. Sicher sind lokale Strukturen
besser geeignet, um Menschen einzubinden, als ein "bundesweites" Netz.
Aber es gäbe ja "lokale" Seiten, auch wenn sie in das Netz
"eingegliedert" wären. Die lokalen Gruppen hätten trotzdem ihren
Arbeitsbereich und die Freiheit das zu unterstreichen, was ihnen in
ihrer Region am wichstigsten erscheint.

>>> pete:
>>> - Durch die einerseits zentrale und andererseits zerfaserte Struktur
>>> werden Entscheidungsfindungsprozesse bei Indymedia immer
>>> undurchsichtiger. Es gibt mehrere konkurrierende
>>> Enscheidungsfindungsstrukturen.
>>
>> malegría:
>> Das wäre ja lösbar dadurch, dass die Entscheidungsstrukturen (noch
>> einmal) klargemacht werden und vielleicht mehr publiziert werden als
>> bisher.
>
> scho:
> Ich denke, das wurde schon mehrmals probiert. Bisher war das nicht so  
> von Erfolg gekrönt. Lokale IMCs würden eben die Wege verkürzen.  
> Vielleicht kann es den Prozess des "Klarmachens" von  
> Entscheidungsstrukturen erleichtern.  Es schadet zumindest nicht.

Man könnte ja den lokalen Gruppen Entscheidungskompetenz für ihren
Bereich geben, so wie es bei einem eigenen IMC auch wäre. Nur bliebe,
wie gesagt, die Vernetzung über die bundesweite Site. Artikel müssten
nicht mehrfach gepostet werden, sondern würden in die entsprechenden
Kategorien einsortiert - nach regionalen oder thematischen Kriterien -
und würden dann auf den entsprechenden Unterseiten erscheinen.

Um noch einmal zusammenzufassen. Ich sehe im Wesentlichen zwei
Vorschläge zu einer Regionalisierung, die sich gegenüberstehen (während
sich, glaube ich, bisher niemand generell gegen ein Regionalisierung
ausgesprochen hat):

a) Gründung mehrerer autonomer IMCs, die sich zwar vernetzen (zB über
eine bundesweite Syndication(?)-Site), aber technisch wie inhaltlich
unabhängig voneinander sind - Modell wie zB in den USA

b) Arbeit lokaler Gruppen mit eigenen (regionalen oder thematischen)
Teilbereichen (Rubriken) auf einer Site - Modell wie in England

Grüße
  malegría


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