Re: Rückgefragt: [Imc-germany] Modell für andere offene Plattformen

Sebastian K. seb_mail at web.de
Do Jan 5 08:58:49 PST 2006


Hallo

Was ich ausdrücken wollte: es gibt keine solchen Zahlen. Die meisten Freiwilligen zahlen Geld aus ihrer eigenen Tasche (beim 22C3 hat zB jemand 100 Euro dazugegeben, damit 1000 Printausgaben gemacht werden konnten), dann gibt es Leute, die Bandbreite und Server spenden und dann besteht Indymedia aus 160 lokalen Einzelseiten usw....
Wenn man so ein riesiges Netzwerk wie Indymedia aus dem Boden stampfen und finanzieren würde, würde man wohl auf einige Zig tausend Euro im Jahr kommen. Aber Laborunet soll ja erst mal nur deutschlandweit laufen? Was das angeht: ich denke nicht, daß deren Kosten wahnsinnig steigen würden, wenn sie Openposting einführen würden. Vielleicht haben sie dann ein paar mehr User - das ist aber auch alles. Software ist frei, Wartung passiert ehrenamtlich, Moderation können engangierte User selbst übernehmen. Alles was mehr Kosten verursacht, sind mehr Seitenaufrufe durch User und etwas mehr Content.


seb



"W.Buchenberg at t-online.de" <W.Buchenberg at t-online.de> schrieb am 05.01.06 17:50:33:
> 
> Hallo Sebastian
>  
> Wieviel Euro hat Indy.de nun im letzten Jahr (oder 2004)
> insgesamt gekostet? Das müsste doch bekannt sein. Ich möchte
> ja nur eine grobe Gesamtsumme wissen, ohne irgendwelche
> (geheime?) Details.
> 
> Die Userzahlen (Leser und Poster) von Indymedia finde ich
> okay. Sie sind jedenfalls höher als mir bekannte Zahlen von
> anderer linker Präsenz im Internet. 
> 
> Was bisher so an Argumenten GEGEN eine offene linke
> Gewerkschaftsplattform kam, lief auf folgende Argumente
> hinaus:
> Wir haben Indymedia, wir haben Labournet, wir haben xy, und
> es gibt da auch Kooperation. Was brauchen wir mehr?
> 
> Meine Meinung dazu ist wie folgt:
> Ich denke auch, dass für den Augenblick und für den Umfang
> und die Anzahl der zur Zeit stattfindenden Kämpfe Indymedia
> und Labournet einen guten Job machen und als
> Informationsquelle bzw. Vernetzung genügen.
> 
> Mein Vorschlag ist aber für Zeiten gedacht, wo mehr los sein
> wird.
> Und mein Vorschlag ist für lohnabhängige Leute gedacht, die
> sich (noch) gar nicht als "links" verstehen, die aber was
> tun wollen und die sich informieren wollen, was andere tun.
> Die gucken nicht bei Indymedia und nicht bei Labournet.
> Und die müssen auch wissen, was in einer Stadt oder einem
> Betrieb im Vormonat oder Vorjahr los war.
> Das verschwindet in allen News-Medien in der Masse der
> Nachrichten. Was bei Indymedia die Themenseiten sind, das
> müssten in einer sinnvollen Gewerkschaftsplattform die
> gesammelten Berichte und Informationen über einzelne Städte
> und Betriebe sein.
> 
> Hier habe ich meinen Vorschlag etwas konkretisiert:
> http://www.f27.parsimony.net/forum66069/messages/9593.htm
> 
> Gruß Wal
> 
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