[Imc-germany] Fwd: Transparentere Moderation, war: Zensur

bertolt.brecht at gmx.de bertolt.brecht at gmx.de
Di Aug 14 10:21:06 PDT 2007


"Ein 'danke' geht von mir für die konstruktiv gemeinte Kritik an 'bertolt
brecht', sowas passiert leider viel zu selten. Alster"

< das sollte schlicht grundlage einer jeden listenkommunikation sein - 

es ist hier der hinweis von seb eingetroffen, daß die liste request für fragen des derzeit diskutierten themas zuständig ist. nur für den fall, daß sich auch neulinge auf der liste befinden [bitte korrigiert, wenn die angabe einen zeichenfehler enthält]: 

die korrekte anschrift für fragen und anmerkungen dieser art lautet damit 
imc-germany-request at lists.indymedia.org - trifft das zu?

dann würde ich noch gerne erfahren wollen: 
was genau erwartete ihr von den - auch - für euch schreibenden leuten: 
sollen sie nach dem 'posten'/absenden ankündigen, daß ein beitrag gesendet wurde? (so verfahren einige leute auf www.features )
können Sie mit einer nicht zu respektlosen feedback-kommunikation rechnen, bevor - falls - ihr beitrag versteckt wird, damit sie den grund erfahren und bei bedarf korrekturen ihres beitrags hinzufügen können? ich kann mir vorstellen, daß es zu mehrfachpostings kommen kann auch aus schlicht eben diesem grund: dem versuch, einen verlorenen beitrag bzw. ein verloren gegangenes thema/ereignisbericht nicht völlig verschwinden zu lassen. 

könnt ihr kurz schildern, was ihr von den sendern erwartet: bloße ankündigung, einen kurzen ergänzenden hinweis dazu, einen umriß des hintergrunds? können Sie [die frage will wissen: sind genug leute auf der request-liste dafür da] - können Sie mit einem feedback rechnen, das sich seiner verantwortung der moderation eines open-source-portals bewußt ist und mit der kreativität der - auch - für euch - arbeitenden leute sogfältig umzugehen imstande ist?


abschließend ebenfalls ein danke an das moderatorenteam. abgesehen von solchen - lösbaren - problemfeldern macht ihr eine spitzenarbeit. 


-------- Original-Nachricht --------
Datum: Mon, 13 Aug 2007 03:18:55 +0200
Von: Alster <alster at indymedia.org>
An: bertolt.brecht at gmx.de, 2bios.h at gmail.com
CC: imc-germany at lists.indymedia.org
Betreff: Transparentere Moderation, war: Zensur

-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE-----
Hash: SHA512

Hi,

ich fasse mal Eure Zuschriften zusammen...

bertolt.brecht at gmx.de wrote:
> das stimmt, ich fage mich auch manchmal, weshalb es nicht möglich
> ist, beiträge und kommentare vor dem löschen durch die liste zu
> schicken [also vorher als link]. 
[..]
> wäre so etwas nicht machbar? 

From: "?????" <2bios.h at gmail.com>
> Jedoch stelle ich mir selbst auch schon oft genug die frage warum alle
> möglichen Kommentare bei (de.)indymedia zensiert werden.Meist läuft
> das so ab: ich lese n Artikel inklusive Kommentare... n paar Minuten
> später mach ich n reload und vereinzelte Kommentare sind gelöscht.
> Bei einigen Kommentaren (zb klar Faschistode ua) verstehe ich diese
> Art des Vorgehens ohne Einschränkungen... allerdings scheint es
> manchmal als wenn auch Kommentare zensiert werden die einfach nicht
> konform sind...

Hoffentlich ist das nicht der Fall. Ich bin davon überzeugt, dass die
Indymedia-Moderatoren sich sehr viel Mühe geben dass so etwas nicht
passiert. Auch ich fände es schöner, wenn neben vielen anderen Dingen
auch die Moderation der Artikel vollständig transparent vor sich gehen
würde. Leider würde das aber auch dazu führen, dass sich
Indymedia-Moderatoren von Leuten die sich nicht die Zeit genommen haben
die Moderationskriterien durchzulesen, an den Pranger gestellt sähen,
und dass sie noch stärkerem Druck ausgesetzt wären als sie es eh schon
sind.

Und das würde die (freiwillig und ohne Gegenleistung in der Freizeit
durchgeführte) Tätigkeit des Moderierens noch viel unattraktiver machen
als sie es eh schon ist, denn solche Diskussionen sind nicht nur extrem
nervenaufreibend (besonders wenn sie nur dazu zustande kommen dass
jemand sich nicht richig informiert hat bevor er die Diskussion
gestartet hat, was leider immer wieder vorkommt) und vor allem binden
sie Unmengen an Zeit (mehr als die meisten ModeratorInnen wohl zu
investieren bereit wären).

Kurz gesagt: Moderieren ist ein Scheißjob, und ich bin froh dass sich
trotzdem genügend Idealisten finden die ihn machen, sonst gäbe es
Indymedia in der jetzigen, meiner Meinung nach durchaus recht nutzbaren,
Form nämlich nicht.

Diese Thema ist übrigens schon ein recht altes, was nicht heißen soll,
dass es nicht mehr diskutiert werden kann/soll, aber dass sich dazu im
in Suchmaschinen durchsuchbaren Mailinglistenarchiv der Mailinglisten
'imc-germany' und 'imc-germany-editorial' sicherlich noch mehr
Standpunkte dazu finden, und es sehr wahrscheinlich sinnvoll ist das zu
recherchieren wenn ein tieferer Einstieg in dieses Thema gewünscht ist.

Ein 'danke' geht von mir für die konstruktiv gemeinte Kritik an 'bertolt
brecht', sowas passiert leider viel zu selten.

Alster
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