[Imc-germany] [linksunten] Autonomie & Diskussion
ra0105
ra0105 at riseup.net
Mo Feb 7 00:45:57 PST 2011
Hallo Querfunk,
> soll heißen: allein dass bart, als liason, mails des IMC linksunten an
> internationale listen schickt, gilt als "faux pas", als nestbeschmutzung
> durch ihn. dadurch wird sich einer weiteren sachlichen diskussion verwehrt
Es wurde doch nun ein inhaltlicher Aufschlag gemacht. Meine These war,
dass der Hierarchievorwurf unzutreffend ist, da es sich bei de.indy und
links.unten um zwei verschiedene sich zueinander autonom verhaltende IMC
handelt. a.H. räumt das grundsätzlich ein, aber versuchte dies zu
widerlegen, indem in einer Art und Weise argumentiert wurde, die an die
Konzeption von Bourdieu erinnert. (Es sei mir verziehen, dass ich Uri
Gordon nicht gelesen habe, meine aber in der Kurzdarstellung von a.H.
entsprechende Parallelen vorgefunden zu haben, sollte dies nicht
zutreffend sein, kann natürlich Einspruch erhoben werden ;) )
Wenn a.H. feststellt, dass de.indy über mehr Öffentlichkeit verfügt,
dann ist dies bei einem Vergleich zweier Webseiten die global für jeden
zugänglich sind, naturgemäß eine schwierige Behauptung. Anders sieht es
hingegen mit dem attestierten Mehr an Prestige für de.indy aus.
Der "höhere Rang" von de.indy ist Ergebnis einer jahrelangen
kontinuierlichen Arbeit. Dies kann links.unten nicht auf einmal leisten.
Nur war dies alle Beteiligten von Anfang an bewußt. Es sei darauf
verwiesen, dass von de.indy nicht nur eine permanente Verlinkung
ausgeht, sondern auch in vielen Features
(http://de.indymedia.org/2011/02/299288.shtml) und bei anderen
Gelegenheiten auf links.unten verwiesen wird. Ich habe noch keinen
de.indy-Leser erlebt, der mit dem Begriff links.unten nichts anfangen
konnte. Warum die Leute dennoch nicht auf die Seite gehen, hat vor allem
damit was zu tun, dass aus ihrer Region dort selten etwas vorkommt. Wenn
links.unten sich als regionales IMC versteht, dann kann es nicht
ernsthaft davon ausgehen bundesweit jemals über das gleiche Renommee zu
verfügen wie de.indy.
Zusammengefasst: Der Prestigeunterschied mag bestehen, speist sich
jedoch vor allem aus der unterschiedlichen Existenzdauer und der
regionalen Konzentration von links.unten (ihr habt es so gewollt;) ).
Außerdem sei darauf verwiesen, dass Prestige mit mehr Macht einhergeht
(es handelt sich ja um einen Erklärungsversuch für gesellschaftliche
Zustände). Solange diese Macht nicht gegen links.unten verwandt wird
(ich wüsste noch nicht einmal wie das gehen sollte) ist ein Verstoß
gegen die Grundsätze von indymedia nicht zu erkennen.
Ich fordere links.unten nochmals auf, den Antrag auf der internationalen
Liste zurückzunehmen.
lg
ra0105