[linksunten] [Fwd: [Imc-communication] Binghamton IMC imc-process DEADLINE 28 FEB 2010 GMT 23:50]

mandinga mandinga at cinerebelde.org
Tue Feb 23 00:45:35 PST 2010


hi

hab die mail gerade gelesen. Kurzes feedback:

- finde die Argumente ok und gut formuliert

Mein einziges Bedenken ist eher formal - für diesen Brief, aber auch für
den möglichen Email Verkehr in der Diskussion, die sich daraus ergeben
könnte.

Ich denke, dass man die Veto-Keule nicht gleich schwingen braucht. Würde
nicht von "veto" oder "block" sprechen, sondern ganz einfach nur von
"wir sind gegen die Aufnahme solange...." - oder auf englisch "we
(strongly) disagree with...". Fertig.

In einer Gruppe, die im Konsens entscheiden WILL und in der Vertrauen
herrscht, wird automatisch Rücksicht auf unsere Position genommen werden.

Wer einen Veto gleich in den Raum stellt, stellt immer die Frage nach
der möglichen Spaltung der Gruppe, nach dem Motto "wenn der Rest der
Gruppe IMC Binghampton annimmt, verlassen wir das indymedia Netzwerk".
Das polarisiert, verhindert konstruktive Diskussionen und ist m.E. unnötig.

Auch wenn, das nach peacenik klingt, ich würde von der Annahme ausgehen,
dass bei IMC Binghampton Medienaktivist_innen mitmachen, die die
Argumente auch von selbst einsehen werden, man braucht sie nicht "von
aussen zu beugen" o.ä.

Am Ende würde ich noch einen Satz hinzufügen wie
"what do other IMC collectives think?"

my two cents

Liebe Grüße
mdg



Bartolomeo schrieb:
> Moin,
> 
> ich habe ein Veto gegen IMC Binghampton formuliert und bitte um Feedback. Ich 
> würde ds anschließend auf englisch übersetzen. Hat jemand Lust, noch eine 
> weitere Übersetzung hinzuzufügen?
> 
> Wir müssen dieses Problem der IP-Speicherung endlich auf globaler Ebene 
> ansprechen. Wer auf einem IMC postet geht aus meiner Sicht und Erfahrung davon 
> aus, dass die IP-Adressen nicht gespeichert werden.
> 
> Ich habe bereits 2007 massive Kritik an de.indymedia.org geübt, dass sie für 
> alle Mods einsehbar die IP-Adressen der letzten 80 AutorInnen speichern, ohne 
> dass sie reagiert haben. Stattdessen wurde ich bereits mehrfach zum Schweigen 
> aufgefordert, um dieses gut gehütete Geheimnis nicht an die Öffentlichkeit 
> dringen zu lassen.
> 
> Bitte beeilt euch mit eurem Feedback, die Deadline endet am nächsten Sonntag.
> 
> Gruß, Bart
> 
> ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
> 
> Liebe IMC-Community,
> 
> wir sind nicht einverstanden mit dem Aufnahmeantrag der MedienaktivistInnen 
> aus Binghampton in der derzeitigen Form und blockieren daher die Aufnahme, bis 
> die Meinungsverschiedenheiten gelöst sind.
> 
> Unsere Gründe:
> 
> 1.) Sprache
> 
> Der Antrag wurde nur auf englisch gestellt. Die internationalen Listen sind 
> jedoch mehrsprachig und sollten es auch bleiben. Englisch ist sowieso schon 
> die dominante Sprache auf diesen Listen und sollte deshalb nicht die alleinige 
> Sprache sein.
> 
> 2.) OpenPosting
> 
> Wir sind nicht einverstanden mit dem Verständnis von OpenPosting, wie es in 
> dem Antrag der MedienaktivistInnen von Binghampton formuliert ist. Wir 
> erkennen die Verletzlichkeit gegenüber Hassautoren als Problem an, aber 
> deshalb sollten wir das Prinzip des anonymen Postens nicht aufgeben. Die 
> Arbeit des Versteckens von Artikeln ist die Schattenseite des OpenPostings und 
> muss aus unserer Sicht in Kauf genommen werden. Anonymität ist wesentlich für 
> freie Meinungsäußerung.
> 
> 3.) IP-Logging
> 
> Wir finden es inakzeptabel, dass bei einer Indymedia Website IP-Adressen 
> geloggt werden. Wir wissen, dass dies auch bei bereits existierenden Seiten 
> Praxis ist, Wir streben eine grundsätzliche, für alle IMCs obligatorische 
> Regel an, dass jegliche (auch temporäre) Speicherung von IP-Adressen sowohl 
> beim Server als auch im CMS abgeschaltet werden muss. Viel zu lange schon 
> wähnen sich UserInnen bei einigen IMCs in der vermeintlichen Sicherheit, dass 
> ihre IP-Adressen nicht gespeichert werden.
> 
> Um die Verfolgung kritischer Ansichten durch den Staat zu erschweren, muss aus 
> unserer Sicht die Anonymität der AutorInnen gewährleistet sein. Essentiell 
> dafür ist, dass ihr Posting keinem Internetanschluss zugeordnet werden kann. 
> Auch das temporäre Speichern von IP-Adressen ist ein Problem für die 
> Anonymität, denn so können mindestens SystemadministratorInnen, manchmal aber 
> auch alle ModeratorInnen die IP-Adressen aller AutorInnen einsehen.
> 
> Als Argument für die (temporäre) Speicherung von IP-Adressen wird der Kampf 
> gegen Spam angeführt. Aber es gibt andere, die Anonymität weniger 
> kompromittierende Methoden wie Captchas, die das Spamaufkommen gegen Null 
> senken. Indymedia linksunten beispielsweise hatte ein massives Spamproblem und 
> konnte es ohne IP-Speicherung lösen.



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